3,5-Prozent-Ziel

3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung für Forschung und Entwicklung

Forschung und Innovation leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsgestaltung. Sie sind die Basis für Wettbewerbsfähigkeit, gesellschaftlichen und sozialen Fortschritt. Es besteht ein breiter gesellschaftlicher Konsens, dass der Staat und die Wirtschaft langfristig und substanziell in Forschung und Entwicklung (FuE) investieren müssen. Der Anteil der Investitionen in FuE am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist hierfür ein weithin verbreiteter quantitativer Indikator

Dr. Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender und Chief Technology Officer (CTO) der BASF SE und Sprecher des Thementeams „3,5-Prozent-Ziel“ des Hightech-Forums, erklärt, warum in Deutschland mehr geforscht werden muss:

Im aktuellen Koalitionsvertrag einigten sich die Regierungsparteien darauf, bis 2025 die FuE-Investitionen auf einen Anteil von mindestens 3,5 Prozent am BIP zu steigern. Für ein Drittel der Ausgaben will der Staat aufkommen, zwei Drittel soll die Wirtschaft tragen. Diese Zielsetzung wurde in der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung verankert. Sie wird von Kommissionen und Beratungsgremien, unter ihnen das Hightech-Forum, begrüßt.

Aktuelle Zahlen des Stifterverbands belegen, dass in Deutschland 2017 über 100 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben wurde, was einer Quote von 3,03 Prozent gemessen am BIP entspricht. Davon trug die Wirtschaft einen Anteil von knapp 70 Prozent, Staat und Hochschulen gut 30 Prozent. Andere EU-Länder wie Dänemark, Schweden und Österreich verfügen hier über eine höhere Quote, weltweit führend sind Israel und Südkorea.

Wie kann in Deutschland mehr geforscht werden?

Innerhalb des Hightech-Forums beschäftigt sich ein Thementeam unter Federführung von Dr. Martin Brudermüller mit der Frage, welche Faktoren dazu beitragen, dass in Deutschland mehr geforscht wird. Daraus sollen Maßnahmen abgeleitet werden, die zur Erreichung des 3,5-Prozent-Ziels beitragen. Die Arbeitsergebnisse des Thementeams wurden auf der Sitzung des Hightech-Forums am 5. Juni 2019 im Plenum beraten und kommentiert und anschließend in Form eines Impulspapiers veröffentlicht.

Sie finden das Papier unter folgendem Link: Impulspapier "Wege zum 3,5-Prozent-Ziel" (pdf). Das Hightech-Forum lädt zur Kommentierung ein.

Die aus seiner Sicht zentralen Empfehlungen des Impulspapiers beschreibt Dr. Martin Brudermüller im folgenden Video:

Thementeam:

Johannes Oswald
Johannes Oswald
Geschäftsführer, Oswald Elektromotoren
Dr. Martin Brudermüller
Dr. Martin Brudermüller
Vorstandsvorsitzender und Chief Technology Officer (CTO), BASF SE
Prof. Dr. Dr. Andreas Barner
Prof. Dr. Dr. Andreas Barner
Präsident, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

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