Die Themen

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Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Kooperation und Transfer

Kooperationen zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit Unternehmen und gesellschaftlichen Akteuren sind ein wesentlicher Pfeiler der Innovationsfähigkeit in Deutschland. Sie schaffen die Grundlage für innovative Produkte und Dienstleistungen, neue Forschungsfragen und eine praxisnahe Ausbildung. Kooperation und Transfer sind in einem weitest möglichen Sinn zu verstehen: als Austausch und Zusammenarbeit zwischen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft – in alle Richtungen, zu allen Themen und mit allen zur Verfügung stehenden Instrumenten.

Das Fachforum "Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Kooperation und Transfer" hat sich mit der Frage befasst, welche Transferstrukturen, Anreize und Rahmenbedingungen notwendig sind, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig zu stärken.

Mitglieder des Fachforums

 

  • Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather, Rektorin der Technischen Universität Dortmund (Sprecherin des Fachforums)
  • Yvonne Karmann-Proppert, Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF)
  • Prof. Dr. Siegfried Rußwurm, Mitglied des Vorstands der Siemens AG (bis März 2017)
  • Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Ursula Gather

Drei Fragen an ...

Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather

Sprecherin des Fachforums

Welche Arbeitsschwerpunkte gab sich das Fachforum und warum?
Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind Zukunftslaboratorien und Innovationsquellen für Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur. Im Rahmen unseres Fachforums wurde der Transfer als Austausch von Wissen, Dienstleistungen, Technologien und Personen verstanden. Er umfasst alle Formen der Kooperationsbeziehungen in den Bereichen der Forschung und Lehre zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit Partnern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.

Das Fachforum entwickelte konkrete Handlungsempfehlungen und Impulse für die Weiterentwicklung von Transfer und Kooperation anhand von drei Themenschwerpunkten. Der Fokus des Schwerpunkts "Transferinstrumente" lag auf der Weiterentwicklung von Kooperationsstrukturen und Förderinstrumenten. Dabei wurde der Frage nachgegangen, welche Anreize und Förderimpulse Wissenschaftler, Institutionen und Unternehmen brauchen, um das Innovationspotenzial von Hochschulen und Forschungseinrichtungen noch besser ausschöpfen zu können. Als zweiten Schwerpunkt wurden "Rahmenbedingungen" untersucht. Dabei interessierte das Fachforum vor allem, welchen Handlungsbedarf es bei rechtlichen Rahmenbedingungen gibt, um aktuelle Hürden in der Kooperation von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu senken. Schließlich widmeten wir uns der Erarbeitung eines modernen Leitbildes für Kooperation. Dieses soll Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und auch Gesellschaft in der öffentlichen Debatte und Wahrnehmung stärken.

Wie ist das Fachforum vorgegangen?
Ausgehend von einer Konsultation ausgewiesener Experten im Bereich des Wissens- und Erkenntnistransfers haben wir den aktuellen Bestand an Förderinstrumenten kritisch evaluiert, um konkrete Maßnahmen vorzuschlagen, welche die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Kooperation und Transfer adressieren und gemeinsam von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft getragen werden.

Was wurde erreicht?
Das Fachforum hat Förderlücken identifiziert, Handlungsbedarf zu Rahmenbedingungen formuliert und konkrete Empfehlungen für Entscheidungsträger in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft abgleitet. In seinen Handlungsempfehlungen plädiert das Fachforum für eine neue Kultur der sektorübergreifenden Zusammenarbeit, für den stärkeren Mut zum Perspektivwechsel, eine Senkung von Kooperationshürden, effiziente Förderinstrumente und kooperationsförderliche Rahmenbedingungen.

"Wir müssen ergebnis- und themenoffener forschen"

Birgitta Wolff auf dem Forschungsgipfel 2017 (Foto: David Ausserhofer)

Nicht alle Probleme dieser Welt lassen sich mit Technologie lösen. Wir brauchen deshalb mehr soziale Innovationen, sagt Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt. Auch ein anderer Umgang zwischen Forschungsförderern und Universitäten auf Augenhöhe sei wichtig: "Hochschulen erleben bei Kooperationen mit der Wirtschaft bei manchen Unternehmen mitunter die Erwartungshaltung, dass Hochschulen zu liefern haben. Gute Kooperationskultur vermeidet eine Besteller-Lieferanten-Situation."
Interview im MERTON-Magazin

 

 

Nick Wagner
Ansprechpartner

Nick Wagner
Wissenschaftlicher Referent
Geschäftsstelle Hightech-Forum
T 030 322982-509

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